VfL Tegel 1891 e.V.
Leichtathletikabteilung
VfL-Logo
Letzte Änderung: 25.10.: Zeitsprung-Marathon  


Änderung 18.10.: Müggelsee-HM/5km 
Änderung 10.10.: Crosslauf LG Süd  

Herzlich willkommen bei der Leichtathletik-Abteilung des VfL Tegel.

Lust auf Leichtathletik für Kinder und Jugendliche?
Oder Lust auf's Laufen?
Oder Lust bei unserer Nordic-Walking-Truppe mitzumachen?

Blättern Sie doch einfach durch die Seiten unserer Homepage!

Liebe Mitglieder/innen im VfL Tegel

Wie Ihr sicherlich alle erfahren habt, hat der Berliner Senat nunmehr weitere Coronaschutzmaßnahmen erlassen, die auch unmittelbar den VfL Tegel betreffen. Konkret soll ab dem 2. bis zum 30. November 2020 eine neue
10. Infektionsschutzverordnung gelten, die im Ergebnis für den VfL Tegel weitgehend wieder einen lockdown bedeuten wird.
Wir bedauern die Entwicklung natürlich sehr und hoffen, dass die nun beschlossenen Einschränkungen auch wirklich nur für den November gelten werden.

Ein Schnürsenkel schafft für Regina Vollbrecht Vertrauen
(Bericht in der Berliner Zeitung )

Bereit für eine leichte Trainingsrunde über 14 Kilometer: Regina Vollbrecht (43) und ihr Laufpartner Karl Mascher (68).
Als Regina Vollbrecht die Tür ihres Hauses in Berlin-Heiligensee öffnet, trägt sie bereits ihre Laufkleidung: dunkle Schuhe, eine schwarze Hose und ein gelbes Oberteil mit je drei großen schwarzen Punkten auf Brust und Rücken - das Blindenzeichen. Fast immer laufe sie mit diesem T-Shirt, wird Vollbrecht später sagen und erklären: „So bin ich auch in größeren Gruppen gut zu erkennen.“ Besonders bei engen Marathon-Starts habe sich das Shirt früher bewährt.

Vollständiger Bericht von Jakob Lobach (Bild von Sabine Gudath) in der Berliner Zeitung am 25.10.2020 unter dem Link

Zeitsprung-Marathon am 25.10.2020

Lohn der "Arbeit" - Medaille aus Glas
Wenn sich Normalbürger im Bett noch einmal umdrehen, klingelte heute mein Wecker und scheuchte mich raus. Um 0 Uhr 15 turboschnelles Frühstück, dann nach Schöneberg, um dort um 2 Uhr (morgens oder noch nachts?) an diesem besonderen Tag, an dem unsere Uhren (vielleicht das letzte Mal) um 3 Uhr zurück auf 2 Uhr gestellt werden, mit ca. 20 anderen Nachteulen am Start zu stehen. Für zeitkritische Betätigungen wie dem Marathonlauf ein durchaus interessanter Tag!

Acht ziemlich einsame Laufrunden á 5,7 km auf dem Nord-Süd-Grünzug zwischen den S-Bahnhöfen Yorkstraße und Südkreuz standen an. Die Strecke war (meist) glatt asphaltiert und ausreichend beleuchtet, mit einigen kleinen Anstiegen an den Brücken gewürzt und mit 22 engen 90-Grad-Kurven je Laufrunde aufgelockert, die volle Konzentration erforderten - besonders in den letzten Runden, als schon der Bettzipfel zog!

Ziemlich einsam drehten wir unsere Runden, kaum andere Menschen waren zu sehen. Die Appelle unserer Bundeskanzlerin, daheim zu bleiben, zeigten Wirkung. Dafür sahen wir ziemlich viel Polizei und Wachdienste, die uns ganz interessiert beobachteten und zum Teil auch wissen wollten, was wir hier so treiben und von wem weg wir denn davonlaufen. Nach der Beantwortung gab es einigermaßen nichtverstehende Gesichter und sicher auch der eine oder andere (heimliche) Fingertipp auf die Stirn!!
Nach 4:22:59 war mein Lauf beendet, für die Über-Marathondistanz von 45,7 km war ich mit mir zufrieden.
Karl Mascher

Sportplatzsanierung in der Hatzfeldtallee abgeschlosssen

Südkurve des Stadions
Die Sportanlage des VfL Tegel in der Hatzfeldtallee 29 ist nach elf Monaten Bauzeit fertig saniert und umgebaut. Auf dem Sportplatz sind ein neuer Fußballplatz und eine neue Leichtathletikanlage entstanden. Es gibt eine Hochsprunganlage, zwei Weit- und Dreisprunganlagen, eine Kugelstoßanlage, zwei Speerwurfanlagen und eine Diskuswurfanlage.

Der Fußballplatz ist der erste Naturrasenplatz in Reinickendorf mit einer automatischen Bewässerungsanlage. Regenwasser wird über ein Entwässerungssystem abgeleitet und kann so komlett versickern. Insgesamt gibt es fünf 400-Meter-Rundbahnen und sieben Kurzstreckenbahnen mit integriertem Zeitmess-System für die Leistungsdiagnostik im Trainingsbetrieb. Gänzlich neu entstanden ist eine Calisthenics-Anlage (=Muskelaufbau mit dem eigenen Körpergewicht). Auch die Tribüne wurde komplett saniert.

Seit Mitte Oktober des vergangenen Jahres war die Anlage gesperrt. Die Sanierung war vor allem wegen Überalterung und erheblicher Wurzelschäden an der Laufbahn notwendig geworden. Verbaut wurden nun sogenannte Wurzelsperren. Auch für Menschen mit Behinderungen gibt es deutliche Verbesserungen: die Anlage wurde komplett barrierefrei gestaltet. Finanziert wurden die Sanierung und der Umbau mit insgesamt 1,8 Millionen Euro über Berlins Sportstätten-Sanierungsprogramm.
Text: Bezirksamt Reinickendorf in Berlin
Foto: Karl Mascher

Von Cahors nach Cahors: Mein erster Ultra-Lauf im schönen Département Le Lot

Wir haben Samstag, den 26.09.2020. Es ist kurz vor 8 Uhr auf dem Stade Pierre Ilbert in Cahors im Département Le Lot in Frankreich. Ich befinde mich mit 65 anderen Teilnehmern im Startbereich des zweiten „Ultra Trail Causses Vallée Lot“. Bei einem ziemlich bewölkten Wetter und niedrigen Temperaturen um die 4°C, warten wir alle auf den Startschuss. In ein paar Minuten geht es los für eine schöne Tour mit 183 km und ca. 4500 Höhenmeter durch Le Lot. Ganz anders ho bei größeren Veranstaltungen, gibt es hier keinen DJ und keine laute Musik. Ein paar Zuschauer sind da und quatschen ganz entspannt mit den Läufern. Der Speaker macht ein kurzes und nettes Briefing und erklärt, dass wir kurz auf die Polizei warten müssen, so dass wir die ersten Kilometer in der Stadt in deren Begleitung und in Sicherheit laufen können. In der Wartezeit denke ich an den letzten Monaten und an allen abgesagten Läufen, für die ich mich schon vorbereitet hatte. Ich denke auch an alle Wegen, Steine, Wurzeln die ich im Volkspark Prenzlauer Berg, Friedrichshain oder am Humboldthain, kreuz und quer im Training ein paar (!!!) Mal gelaufen bin. Ich denke auch an meine Familie, die mich in der Vorbereitung unterstützt hat und die noch vor ein paar Minuten anfeuernde Nachrichten geschickt hat. Ich denke auch an meine Strategie: bloß nicht zu schnell starten, der Weg ist ja lang.

Für mich habe ich die gesamte Strecke in 4 Zwischenetappen unterteilt. Alle ca. 45km ist eine Verpflegungsstation mit Essen und Trinken. Dazwischen (also jede ca. 23km) sind noch kleinere Verpflegungsstationen, wo nur Getränkeangeboten werden Es geht für mich also darum, jede große Verpflegungsstation in ca. 8 Stunden zu erreichen und dort sich gut zu erholen und sich gut zu ernähren. Insgesamt vielleicht 2 Stunden Pause verteilt auf allen Stationen. Wenn das mir das gut gelingt, beende ich das Ganze in ca. 34 Stunden, mit 6 Stunden Vorsprung auf das Zeitlimit. So ist der Plan. So jetzt fertig mit Träumen: die Polizei kommt an! Noch schnell die Jacke ausziehen und in den Rucksack verstauen, bevor es losgeht.
⇒ Vollständiger Bericht von Benoit Bosc-Bierne unter diesem Link

Ehrennadel in Gold des Landessportbundes Berlin für Ingo Balke

Am 23.September 2020 fand im Ellington Hotel Berlin die Ehrenamtsgala des Landesportbundes Berlin statt. Im Rahmen einer Feierstunde wurden zahlreiche Ehrenamtliche aus Berliner Sportvereinen geehrt, unter ihnen auch ein Mitglied der Abt. Leichtathletik des VfL Tegel 1891 e.V. Für sein herausragendes ehrenamtliches Engagement für den Berliner Sport erhielt unser Ehrenmitglied Ingo Balke die Ehrennadel in Gold.

In der Laudatio (Zitat) hieß es u.a.:

„ Ich kenne Ingo seit 13 Jahren, seit ich Ende 2006 in den Verein eingetreten bin. Ingo hat sich in allen Bereichen des Vereinslebens hervorgetan, als aktiver Läufer und jetzt Nordic Walker, als Betreuer der Läuferinnen und Läufer bei den Wettkämpfen, wo er uns mit guten Tipps zur Seite steht, und natürlich in den verschiedenen Ämtern, die er für den Verein und die Abteilung ausgeübt hat und noch ausübt. Mit seinen inzwischen 81 Jahren ist er immer noch unermüdlich aktiv und uns Jüngeren mit seinem großen Erfahrungsschatz ein guter Ratgeber. Er repräsentiert seinen Verein, den VfL Tegel, wie kaum ein anderer.“
(Holger Stuckwisch, 1.Vorsitzender Abt. Leichtathletik)


Anzumerken wäre noch, dass Ingo diese hohe Auszeichnung für seine 35 jährige unermüdliche, verdienstvolle, ehrenamtliche Tätigkeit für den Sport in Berlin erhalten hat.
Ingo Balke ist seit 01.01.1985 Mitglied des VfL Tegel Abteilung Leichtathletik. Schon wenige Monate nach dem Eintritt wurde Ingo in den Vorstand der Leichtathletikabteilung berufen, um die Aufgaben eines Laufwartes wahrzunehmen. Unter seiner Leitung und sehr aktiven Mitwirkung wuchs die Läufertruppe in kurzer Zeit erheblich an, allein im Jahr im Jahr 2006 waren es 50 Langstreckenläufer/innen.
Als sich die Nordic Walking Bewegung immer größerer Beliebtheit erfreute, gründete Ingo als Nordic Walking- und Lauftreffleiter im Jahr 2004 die Nordic Walking Gruppe, die z.Zt. 35 – 40 Mitglieder umfasst.
Unter der maßgeblichen Mitwirkung von Ingo Balke im Organisationsteam des VfL Tegel wurde im Jahr 2019 bereits der 42. Jedermannlauf des VfL Tegel im Tegeler Forst durchgeführt, der sich auch heute noch größter Beliebtheit erfreut.
Unter der aktiven Mitarbeit von Ingo für den VfL Tegel wurde im Jahr 1995 erstmals der Deutsch – Französische Freundschaftslauf in Reinickendorf durchgeführt. Drei Jahre hat er für diese Idee gearbeitet, bis dann im Jahr 1998 der 1. Mercedes-Benz Halbmarathon in Berlin- Reinickendorf ins Leben gerufen wurde. Hier stand Ingo Balke für den VfL Tegel als Gründungsmitglied mit an erster Stelle und auch im Jahr 2019 beim 21. Mercedes Benz -Halbmarathon wirkte er als dienstältestes Mitglied des Organisationteams immer noch in führender Position mit. Diese Laufveranstaltung ist durch seine familienfreundliche Art und hervorragende ehrenamtliche Organisation eine beispielhafte Werbung für den Berliner Sport.
Nicht zu vergessen ist, dass Ingo Balke seit 1995 Prüfer im Rahmen des Deutschen Sport Abzeichens für die Disziplinen in der Leichtathletik und im Schwimmen tätig ist.
Neben vielen Auszeichnungen vom Landessportbund, dem Berliner Leichtathletik Verband, dem Bezirksamt Reinickendorf wurde Ingo Balke für die Verdienste um den VfL Tegel bereits im Jahr 2006 zum Ehrenmitglied des VfL Tegel ernannt.
Im Alter von 81 Jahren ist er kein bisschen müde und steht seinem Verein, im Vorstand der Abteilung Leichtathletik, insbesondere der Läufergruppe und den Nordic Walkern nach wie vor mit vielen Anregungen und Erfahrungen zur Verfügung.
Holger Stuckwisch

Lauf durch den Volkspark Rehberge

von links nach rechts: Ingo, Martina, Ingrid, Karlheinz
Am Samstag, den 12. September gab es nach langer, langer "Corona-Pause" endlich wieder einen Laufwettbewerb in Reinickendorf. Der Veranstalter Teamwork hatte trotz erheblicher Auflagen 3 Laufstrecken im Volkspark Rehberge im Angebot: Halbmarathon, Viertelmarthon (10,5 km) und Zwölftelmarathon (3,5 km).

Vom VfL Tegel war ein Dreierteam über die mittlere Distanz dabei, betreut vom Laufwart der Leichtahletik-Abteilung Ingo Balke.
Karl Heinz Nischke kam nach 1:01:30 ins Ziel, knapp gefolgt von Martina Türk in 1:02:58, ihr folgte ihre Mutter Ingrid Lohan in 1:07:34.
Um die Forderung nach dem "Corona-Abstand" von mindestens 1,5 m zu erfüllen, erfolgte der Start in alphabetischer Reihenfolge mit jeweils 15 Sekunden Abstand zwischen den Läufern und auch während des Laufes sollten die Teilnehmer eine Pulkbildung tunlichst vermeiden. Siegerehrungen, Verpflegung und Getränke gab es weder zwischendurch und auch nicht nach dem Wettkampf.
An diese Art Laufwettbewerbe müssen wir uns erst noch gewöhnen!
⇒ Bericht von Holger Stuckwisch zum Vollmondmarathon/-Halbmarathon am 1. August: Link
⇒ Bericht von Karl Mascher zum Mauerweglauf am 15. August: Link

Liebe Läuferinnen und Läufer

jetzt ist es wirklich soweit, wir können wieder mit unserem Lauftraining zu den gewohnten Zeiten (Mittwochs, 17:30 bis 19:00 Uhr und Sonntags 09:00 bis 11:00 Uhr) starten. Treffpunkt ist wie bisher vor dem Vereinsheim an der Hatzfeldallee.

Für uns bedeutet das, dass die Teilnehmerzahlen in den Trainingsgruppen auf dem Sportplatz und im öffentlichen Raum (Läufer*innen, NWer*innen) nicht mehr begrenzt sind.

Die bisherigen Abstands- und Hygieneregeln sind aber weiterhin einzuhalten.

Unser Vereinsheim ist derzeit noch geschlossen. Grundsätzlich dürfen WCs und Umkleiden, falls offen, genutzt werden. Duschen und Körperpflege muss vorerst weiterhin zu Hause stattfinden.

Bitte haltet diese Regeln unbedingt ein.
Für Fragen stehe ich Euch gerne zur Verfügung.
Liebe Grüße und bleibt gesund
Holger
Siehe Bericht "Die Leichtathletikabteilung in Corona-Zeiten" unseres Vorsitzenden Holger Stuckwisch unter dem Button Berichte und Bilder: Link

Ralf Detka

Am 04.Juni erreichte uns die Nachricht, dass Ralf Detka mit 71 Jahren gestorben ist. Ralf war fast 20 Jahre Mitglied in der Leichtathletikabteilung des VfL Tegel. Er hatte seine Erfüllung im Kinder- und Jugendbereich der LA gefunden. Aus gesundheitlichen Gründen gab er die Trainertätigkeit und die Mitgliedschaft im Verein Ende 2017 auf. Die zahlreichen Erfolge, Meister/innen, Podestplätze und gute Platzierungen werden immer mit seinem Namen verbunden bleiben.
Leider war es ihm nicht vergönnt, seinen Ruhestand und seine Hobbys länger zu genießen.
Unser aufrichtiges Beileid gilt seiner Frau Ute und seinem Sohn Nils.

Dagmar Wisniewski
Schriftwartin LA





Liebe Mitglieder/innen der LA

besondere Zeiten erfordern besondere Maßnahmen!

Wir, Holger und ich hoffen, ihr und eure Lieben seid wohlauf, und ihr kommt mit der ungewohnten Situation zurecht. Falls aber jemand Hilfe benötigt, möge er/sie sich bitte bei uns melden. Ich denke, ein Sportverein ist nicht nur für sportliche Leistungen verantwortlich, sondern hat auch eine soziale Komponente. Vielleicht nutzt der ein oder andere aber auch mal die Zeit, alte Freundschaften/Bekanntschaften von früher telefonisch zu aktivieren.
Kommt gut durch diese Zeit, passt auf euch auf und seid herzlich gegrüßt von

Holger und Dagmar

1. Vorsitzender und Schriftwartin LA
Dagmar Wisniewski, Tel. 401 31 57 oder wisniewski-berlin@t-online.de
Holger Stuckwisch, ab 20 Uhr unter 0162 349 22 68 und online: hstuckwisch@t-online.de
Mit einjähriger Verspätung hat unser Abteilungsmitglied H. G. Hell seine Urkunde für 25jährige Vereinsmitgliedschaft erhalten. Da er seinen Wohnsitz nach Thailand verlegt hat und nur noch selten in Berlin ist, hat ihm unser Sportkamerad Karlheinz (Kalle) Nischke bei einem Besuch die Urkunde überreicht.
Auf dem Bild seht ihr den stolzen Jubilar mit der Urkunde.
Herzlichen Glückwunsch, H. G. und Danke an Kalle.
Holger Stuckwisch

Volkspark Prenzlauer Berg in Berlin

Am 27., 28., 29. und 30. Dezember fand die "Speck-Weg-Laufserie im Volkspark statt. Veranstalterin war die Berliner Lauflegende Sigrid Eichner, die von Helfern von Torpedo Berlin unterstützt wurde.
Annemarie walkte am 27. und 29. jeweils einen Halbmarathon mit 300 Höhenmetern, Hartmut lief am 27. und 30. ebenfalls einen Halbmarathon.
Karl hatte geplant, an jedem der 4 Tage einen Marathon zu bewältigen, musste jedoch wegen orthopädischer Probleme nach "nur" 3 Läufen (je 600 Höhenmeter) mit der erreichten Leistung zufrieden sein.
Das Foto zeigt die Starter vom 1. Lauf am 27. Dezember.
In youtube.de gibt es auch einen kleinen Film darüber: Link

Zeitsprung-Marathon im „Park am Gleisdreieck“

Immer am letzten Sonntag im Oktober werden unsere Uhren von der Sommer- auf die Winterzeit umgestellt. Um 3 Uhr Nachts „schenkt“ man uns eine ganze Stunde, indem die Uhren eine Stunde zurückgestellt werden. Viele nutzen dies, um die Tiefschlafphase auszudehnen, andere bleiben auf einer Party einfach eine Stunde länger, wieder andere stehen am Bahnhof und warten auf den verspäteten Zug.
Ein kleines Häuflein ...
Eine kleine Gruppe unentwegter Läufer/innen nutzte die gewonnene Zeit für einen Marathon! Die LRG Torpedo Berlin, ein lockerer Zusammenschluss von befreundeten Läufer/innen aus dem Raum Berlin-Brandenburg veranstaltet privat mehrere außergewöhnliche - meist längere – Läufe in Berlin und Umgebung. Start für den „Zeitsprung-Marathon/Halbmarathon“ war in diesem Jahr am 27. Oktober um 2 Uhr. Ein kleines Häuflein von 26 Beinpaaren stand direkt unter der sogenannten Monumentenbrücke am Eingang zum „Flaschenhalspark“, der an seinem nördlichen Ende in den „Park am Gleisdreieck“ übergeht. Auf den Bänken unter der Brücke, zugleich die südliche Wendestelle der Laufstrecke, die 4x (beim Halbmarathon) oder 8x (bei Marathon) angesteuert wurde, war eine kleine, aber feine Verpflegungsstelle aufgebaut.
Laufstrecke
Stirnlampe und reflektierende Weste waren Pflichtausrüstung, denn trotz guter Beleuchtung durch eine Vielzahl von Laternen und ausreichend angebrachten Bodenmarkierungen durch blaue und rote Pfeile waren wir Läufer/innen trotz nächtlicher Stunde nicht allein unterwegs: knutschende Pärchen, schnelle Radfahrer, E-Roller, Hunde mit Herrchen/Frauchen am anderen Ende der Leine, über die Wege flitzenden Ratten und Kaninchen und als größtes Hindernis alkoholisierte Partygänger. Wegen der vielen rechtwinkeligen Richtungsänderungen wusste man nie, was hinter der nächsten Kurve lauert. Und auch die Markierungen erforderten höchste Aufmerksamkeit, denn meist war der nächste Läufer außer Sichtweite (auch ich legte eine extra Schleife von ca. 1 km ein, da ich einmal statt nach links nach rechts abbog).

Außergewöhnlich schönes Herbstwetter (um 2 Uhr 15 Grad) machte die Kleidungswahl ganz einfach: T-Shirt, darüber eine ganz leichte reflektierende Weste, ¾-Hose. Nur leichter Wind und Null Regen, brettebener Laufkurs, komplett autofrei, keine Kreuzung. Also optimal, um eine gute Zeit zu erreichen. Nur der Biorhythmus war etwas beleidigt und wollte zur Schlafenszeit nicht so recht „in die Gänge“ kommen. Nach etwa zwei Stunden wurde es richtig einsam, denn die „Halbmarathonis“ hatten ihr Pensum erfüllt und ließen uns allein zurück. Und auch Berlin legte sich langsam schlafen, nur die Kaninchen fühlten sich durch uns zunehmend gestört. Ich blieb bei meinem eingeschlagenen Tempo von ungefähr 5:30 Minuten/Kilometer, erklärte meinen Muskeln, dass es bald wieder nach Hause und in’s Bett geht und konnte sie damit zur weiteren positiven Mitarbeit überreden. Nach 8 Runden winkte das Ziel und ich war ganz gespannt auf meine Zeit: Start war um 02:00:00 Uhr, Zieleinlauf 04:50:17. Die Differenz ergibt nach Adam Riese 2 Stunden, 50 Minuten und 17 Sekunden. SUPERZEIT für einen 67-jährigen. Aber leider, leider: zwischendurch wurden alle Uhren um 1 Stunde zurückgestellt! Sch….ade. Die tatsächliche Laufzeit war somit 3:50:17. Auch damit war ich sehr zufrieden und es gab sogar noch eine außergewöhnlich schöne Medaille und die Urkunde. Da außer den beiden Helfern keine weiterer Betreuer vor Ort waren, klopfte ich mir selbst auf die Schulter für meinen soeben absolvierten 237. Lauf (182 Marathons und 55 Ultras) auf den langen Strecken.
Karl Mascher