VfL Tegel 1891 e.V.
Leichtathletikabteilung
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Letzte Änderung: 27.02.: Berliner Eisbärenmarathon, Winterlaufserie 


Änderung 31.01.: Nordberliner Neujahrslauf (virtuell) 
Änderung 10.01.: Blockflötenmarthon 
Änderung 31.12.: Corona Challenge 
Änderung 27.12.: Speck-Weg-Marathon 

Herzlich willkommen bei der Leichtathletik-Abteilung des VfL Tegel.

Lust auf Leichtathletik für Kinder und Jugendliche?
Oder Lust auf's Laufen?
Oder Lust bei unserer Nordic-Walking-Truppe mitzumachen?

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Eisbärenmarathon

Warum Eisbärenmarathon? Ganz einfach: am Veranstaltungstag, dem 27. Februar, war der Internationale Tag der Eisbären. Allerdings konnten wir – Paul Müller und ich – Karl Mascher – von diesem Exemplar nur Null Stück auf unserer Laufstrecke entdecken. Hätte mich auch gewundert, denn unser „Laufrevier“ war der südliche Abschnitt des Teltow-Kanals zwischen Wannsee und Steglitz. Der Veranstalter der Laufserie „Berlin erkunden mit Marathons“ Fabian Benz hat ein Faible für ausgefallene Bezeichnungen seiner Läufe. Diese finden in Zeiten der Corona-Beschränkungen in einer extremen Sparversion statt. In der Ausschreibung steht: jeder Teilnehmer bringt Getränke und Essen selbst mit, misst seine Bruttozeit selbst, läuft nur alleine oder maximal mit einem weiteren Teilnehmer, eine Streckenmarkierung gibt es nicht und auch keine Ver-pflegung unterwegs. Gestartet wird innerhalb eines 30-Minuten-Fensters und nach Beendigung des Rennens sendet jeder Teilnehmer einen aussagekräftigen Nachweis mit Angabe der gelaufenen Distanz, verstrichenen Zeit und gelaufener Strecke (als gpx-Datei) per Mail an den Veranstalter. Der erstellt dann daraus die Ergebnisliste. Die Anzahl der Teilnehmer ist streng begrenzt auf 10-15 Teilnehmer (definiert durch die Anzahl der vorgefertigten Medaillen).

Für mich war es ein Lauf der vielen Pannen. Der vorbereitete Trinkrucksack mit 1,5 Liter Magnesium-Brause und dazu gepackten Energieriegeln ruhte einsam zu Hause, was mir aber erst am Startplatz in Teltow auffiel. Superschreck! Zum Glück hatte mein Laufpartner Paul noch eine 0,5-Liter-Wasserflasche extra in seinem Gepäck, die ich von ihm erhielt, leider nur mit „nacktem“ Berliner Wasser gefüllt. Zwei halbreife Bananen hatte ich zum Glück im Kofferraum entdeckt, die dann in Pauls Laufrucksack verstaut wurden.

Laufstrecke
Wir starteten um 8:22 Uhr am nördlichen Ufer des Teltowkanals an der Stelle, wo die Knesebeckbrücke Berlin mit Teltow verbindet. Der leidlich asphaltierte Radweg in Richtung Osten bog nach 1,5 km ab und wir umliefen eine ehemalige Schiffswerft und die große Anlage der Seniorenresidenz Augustinum in Klein-Machnow. Wieder am Kanal machten wir die erste Extraschleife, denn die superschmale Laufspur im hohen Gras war kaum zu erkennen. Das sollte uns später noch öfter passieren. Die Rammrathbrücke war wegen des Neubaus für Fahrzeuge gesperrt und deshalb irrten wir zuerst etwas unsicher herum, bis wir die weitere Wegführung auf einem schmalen Trampelpfad am Kanalufer entdeckten. Der Schifffahrtsweg durchquerte nun den Machnower See, wir liefen weiter am Ufer entlang. Die technischen Anlagen der Machnower Schleuse führten uns kurzzeitig etwas weiter vom Kanal weg. Knapp vor der Unterquerung der A115 zwang mich eine Baumwurzel zu einer Flugeinlage, die ich später sogar in der gpx-Datei auf meiner Laufuhr dokumentiert fand: es fehlte der Bodenkontakt! Instinktiv riss ich meinen rechten Arm in die Höhe, um ja nicht meine sehr bruchempfindliche Mini-Wasserflasche zu zerstören, was auch gelang.
Weiter geht der vollständige Bericht unter dem Link.

ACHTUNG: Neuer Termin der Mitgliederversammlung: 21.04.2021!

Einzelheiten dazu unter dem Button "Termine für Mitglieder".

Blockflötenmarathon

Jeder Marathonveranstalter versucht, seinem Lauf einen zugkräftigen Namen zu geben. Manchmal ist es einfach der Vereinsname, der Name der Stadt oder des Hauptsponsors. Da dies beim Marathonlauf am 10. Januar 2021 alles nicht recht passte, musste etwas anderes her. Zufällig war dieser Tag auch der Welttag der Blockflöte, somit war der Name dieser Veranstaltung: Blockflötenmarathon.

In Zeiten der Corona-Pandemie war der Veranstalter angehalten, die vom Gesetzgeber auferlegten strengen Regeln lückenlos umzusetzen. Deshalb waren nur 10 Teilnehmer/innen zugelassen, die Anmeldung musste online erfolgen (nach der Freischaltung waren die raren Plätze innerhalb von Sekunden vergeben!). Der Start konnte individuell zwischen 8:30 und 9 Uhr am Morgen erfolgen, eine Begegnung mit den anderen Läufern sollte strikt vermieden werden (bei 10 TN auch kein Problem). Am Start und Ziel gab es NICHTS (keine Getränke, keine Betreuung, kein Zeitnehmer). Jeder TN musste ich also selbst verpflegen und für Getränke sorgen. Ebenso war vorgeschrieben, mit einem Navi (entweder in der eigenen Stoppuhr integriert oder separat) zu laufen, denn die Strecke wies keinerlei Markierungen auf. Die vom Veranstalter bereitgestellte gpx-Datei sollte uns den Weg weisen. Auch die Laufzeit musste jeder Läufer mit Hilfe seiner Uhr selbst feststellen und die dabei erstellte gpx-Datei dem Veranstalter zur Überprüfung per Email nach dem Lauf zusenden. Damit sollte dann die Ergebnisliste erstellt werden. Ich war schon ganz gespannt, ob das alles so wie geplant funktionieren würde.

Laufstrecke
Start war am Südzipfel vom Plötzensee, dann ging’s immer am nördlichen Ufer des Berlin-Spandauer Schifffahrtskanals entlang genau nach Westen, um das „Stade Napoleon“ herum, unter der A111 hindurch, vorbei am Südrand vom ehemaligen Flughafen TXL und Querung der Bernauer Straße. Wendestelle war die Fußgängerbrücke in Saatwinkel, weiter liefen wir dem Südufer des Alten Berlin-Spandauer Schifffahrtskanals folgend auf dem Saatwinkler Damm zum Jungfernheidepark, hier dann eine komplette Runde gegen den Uhrzeigersinn durch den Park, wieder weiter auf dem Saatwinkler Damm, unter der A111 hindurch und über die Seestraße zurück zum Plötzensee. Damit war Halbzeit und die zweite Runde liefen wir auf der gleichen Strecke, aber genau anders rum.

Der Wettergott meinte es gut mit uns. Bei Temperaturen um +1 Grad Celsius zeigte sich sogar ab und zu die Sonne. Nach 4:12:59 war mein 247. Marathonlauf beendet und ich war nicht ganz zufrieden, denn während der letzten 10 Kilometer jammerte meine linke Fußsohle bzw. der Fußballen und ich stimmte in das Gejammere leise mit ein.
Karl Mascher

Liebe Mitglieder der Leichtathletikabteilung

ein Jahr geht zu Ende, an das wir noch lange – wenn auch nicht gerne – zurückdenken werden.
Vieles konnte in diesem Jahr nicht stattfinden, was sonst wie selbstverständlich zu unserem Vereinsleben dazugehört. Unseren Jedermannlauf mussten wir gleich zu Beginn des ersten Lockdowns absagen, Kinder- und Jugendtraining konnten wir zwischenzeitlich und auch jetzt wieder ebenso wenig anbieten wie die Läufer- und die NordicWalking-Gruppe. Nachdem die Kontaktbeschränkungen verschärft wurden und in den 2. Lockdown mündeten, mussten wir schweren Herzens unsere Herings- und Pellkartoffel-Wanderung ausfallen lassen, auch unseren traditionellen Neujahrsempfang wird es Anfang 2021 nicht geben können. Und die traditionellen Veranstaltungen des Hauptvereins wie Tanz in den Mai, Rundensammeln und Oktoberfest konnten ebenfalls nicht stattfinden.

Zwei Veranstaltungen haben wir terminiert und hoffen, dass wir sie auch tatsächlich so durchführen können:
Bitte merkt euch diese beiden Termine vor. Über Änderungen halten wir euch selbstverständlich auf dem Laufenden.

Ihr Lieben, im Namen des gesamten Vorstandes der Leichtathletikabteilung, wünsche ich euch trotz aller Einschränkungen ein schönes und besinnliches Weihnachtsfest und ein gutes – besseres – Jahr 2021.
Ich wünsche uns allen, dass wir uns bald wieder persönlich sehen und zusammen sein können und natürlich unseren Sport wieder gemeinsam ausüben können.

Herzliche Grüße und bleibt gesund

Spreebrücken-Marathon

Laufstrecke
Am letzten Sonntag im November startete der 4. Spreebrückenmarathon, vom torpedo-run veranstaltet. Bei 2 Grad machten sich 21 Läufer/innen auf, um die 42,2km-Strecke abzulaufen, 1 TN machte sogar eine Extraschleife und kam auf 50 km und 20 TN begnügten sich mit der halben Strecke. Auch ich war angemeldet, aber 2 Tage vorher kratzte mein Hals und die Nase lief – Schreck – ich verzichtete deshalb sicherheitshalber auf den Start. Nach 2 Tagen ging es mir wieder gut und ich war einigermaßen sauer!

Ein Anruf beim Veranstalter machte mir aber Mut: ich könne am darauffolgenden Sonntag – Nikolaustag! – „nachstarten". In Coronazeiten kein ungewöhnliches Verfahren, denn auch andere Laufveranstaltungen werden unter dem Label „virtuell“ durchgeführt, um „Läuferanhäufungen“ zu vermeiden. Innerhalb eines bestimmten Zeitfensters dürfen die TN nach eigenem Gusto starten und müssen nur per GPX (oder anderen Datensystemen) ihren Lauf mit Uhr oder Mobiltelefon dokumentieren.

Somit stand ich am 6. Dezember kurz nach 8 Uhr am Startplatz in Oberschöneweide – einsam und allein und viel zu dick angezogen: "Novemberfrühling" bei + 9 Grad!. Auf meiner Garmin-Uhr hatte ich die vom Veranstalter bereitgestellte Strecke als GPX-Datei gespeichert und war guter Dinge, damit sicher und ohne Abkürzungen bzw. Extraschleifen die superkomplizierte Laufrunde hinzubekommen. Es ging immer der Spree entlang in Richtung Innenstadt, jede Brücke wurde genützt, um so oft wie möglich die Uferseite zu wechseln, insgesamt waren es dann 30 kleine oder größere Bücken bzw. Stege. Venedig lässt grüßen! Das nördlichste Ende der Laufstrecke waren die Brücken bei der soeben fertiggestellten Baustelle des Berliner Stadtschlosses bzw. dem Humboldtforum. Dann ging es wieder in Richtung Süden, wenn möglich auf der anderen Spreeuferseite.

Leider war die geplante Laufstrecke so nicht überall „belaufbar“, denn einige Brücken waren wegen Bauarbeiten gesperrt, auch ein Filmteam scheuchte mich an anderer Stelle von der Strecke. Einige Male verpasste ich auch Abzweigungen, obwohl ich praktisch ständig (spätestens alle 200 Meter) die Mini-Anzeige meiner Uhr im Auge hatte. Das kostete nicht nur Zeit, sondern störte jedes Mal den gerade wiedergefundenen Laufrhythmus. Der größte Hammer war dann, dass die Doppelrunde durch den Treptower Park (mit dem sowjetischen Ehrenmal) nicht möglich war – sämtliche Eingänge waren durch Baugitter verrammelt. So irrte ich außen rum, haute auch einmal mit meinem rechten Fuß bei dem Versuch, eine Absperrgitter zu umlaufen, heftig gegen einen Betonsockel – Folge: Hüpfeinlage mit superschmerzendem Zeh und nur langsames Humpeln auf den nächsten Kilometern – es ist sooo schön, wenn der Schmerz langsam vergeht!

Es gab keine Bodenmarkierungen (der Veranstalter wollte keine „schlafenden Hunde“ wecken), an meinem Sonderstarttag natürlich auch keine Getränke- und Verpflegungsstellen, ich lief deshalb mit Trinkrucksack und einigen Energieriegeln in diversen Taschen. So kam ich ganz gut über die Strecke – und ich konnte es am Start-/Zielplatz kaum glauben, meine Uhr zeigte 42,2 km! Es hatten sich also die Extraschleifen und die nicht laufbaren Abschnitte gerade ausgeglichen. Nach 4:30:03 war mein 245. Marathon glücklich überstanden. Mal schauen, was der Dezember noch so läuferisch bringt!
Karl Mascher

Liebe Mitglieder/innen im VfL Tegel

Wie Ihr sicherlich alle erfahren habt, hat der Berliner Senat nunmehr weitere Coronaschutzmaßnahmen erlassen, die auch unmittelbar den VfL Tegel betreffen. Konkret soll ab dem 2. bis zum 30. November 2020 eine neue
10. Infektionsschutzverordnung gelten, die im Ergebnis für den VfL Tegel weitgehend wieder einen lockdown bedeuten wird.
Wir bedauern die Entwicklung natürlich sehr und hoffen, dass die nun beschlossenen Einschränkungen auch wirklich nur für den November gelten werden.

Ein Schnürsenkel schafft für Regina Vollbrecht Vertrauen
(Bericht in der Berliner Zeitung )

Bereit für eine leichte Trainingsrunde über 14 Kilometer: Regina Vollbrecht (43) und ihr Laufpartner Karl Mascher (68).
Als Regina Vollbrecht die Tür ihres Hauses in Berlin-Heiligensee öffnet, trägt sie bereits ihre Laufkleidung: dunkle Schuhe, eine schwarze Hose und ein gelbes Oberteil mit je drei großen schwarzen Punkten auf Brust und Rücken - das Blindenzeichen. Fast immer laufe sie mit diesem T-Shirt, wird Vollbrecht später sagen und erklären: „So bin ich auch in größeren Gruppen gut zu erkennen.“ Besonders bei engen Marathon-Starts habe sich das Shirt früher bewährt.

Vollständiger Bericht von Jakob Lobach (Bild von Sabine Gudath) in der Berliner Zeitung am 25.10.2020 unter dem Link