VfL Tegel 1891 e.V.
Leichtathletikabteilung
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Herzlich willkommen bei der Leichtathletik-Abteilung des VfL Tegel.

Lust auf Leichtathletik für Kinder und Jugendliche?
Oder Lust auf's Laufen?
Oder Lust bei unserer Nordic-Walking-Truppe mitzumachen?

Blättern Sie doch einfach durch die Seiten unserer Homepage!

Traditionelle Herbstwanderung der Leichtathleten

Am 21. November machte sich ein großer Anteil der Mitglieder der Leichtathletikabteilung auf, um im Tegeler Forst zur Abwechslung nicht mit Lauf- sondern Wanderschuhen den herbstlich gefärbten Wald zu durchstreifen. Zwei Stunden lang wanderten wir kreuz und quer, manchmal den bereits verblassten Markierungen vom kürzlich ausgetragenen Crosslauf vom RC Tegel folgend. Thomas und Holger hatten die Strecke ausgekundschaftet und wir trotteten tapfer hinterher.
Nach zwei Stunden fielen wir in der Vereinsgaststätte des RC Tegel ein, die unmittelbar an der nördlichen Seite der Tegeler Sechserbrücke gelegen ist. Die vorbestellte Beköstigung mit Gegrilltem ließ ziemlich lange auf sich warten, so dass wir uns zwischenzeitlich mit flüssiger Nahrung bei anregenden Gesprächen in Laune brachten.
Autor: Karl Mascher
P.S.: Weitere Fotos können unter dem folgenden Link aufgerufen werden.

1. Nikolaus-Bahnlauf-Marathon/Halbmarathon beim VfL Tegel am 4. Dezember 2021

Die Leichtathletik-Abteilung des VfL Tegel 1891 e.V. veranstaltet erstmals einen Halbmarathon- und Marathonlauf auf der neuen Kunststoff-Laufbahn an der Hatzfeldtalle 29 in Berlin/Tegel.
Eckpunkte:
Datum: Samstag, 04.12.2021
Wettbewerbe: Halbmarathon und Marathon
Startzeit: 9:00 Uhr
Zeitlimit: 6:15 Stunden
Startgebühr: 10 EUR, vor Ort bar zu bezahlen
Nachmeldung: nicht möglich
Teilnehmerlimit:insgesamt 20 Läufer und Läuferinnen für den Halbmarathon bzw. Marathon.
Wir bitten darum, dass sich nur gesunde und erfahrene Sportler anmelden.
Zeitmessung:
Jeder Teilnehmer misst seine Bruttozeit im Ziel durch eine GPS-Uhr/ein Smartphone selbst und zählt auch die erforderlichen Runden selbst. Da auf der Bahn durch die Krümmungsradien die GPS-Daten nicht sehr genau sind, ist für das Erreichen des Zieles NICHT die GPS-Streckenlänge ausschlaggebend, sondern die Anzahl der Runden (also beim Halbmarathon 53 Runden und beim Marathon 105,5 Runden).
Alle weiteren detaillierten Einzelheiten siehe unter dieser Internetadresse.

Nordic Walker in der Burg und im Schlosshotel Neustadt – Glewe

Lange mussten wir warten, bis es die Corona Pandemie zu ließ, dass wir wieder ein gemeinsames Wochenende (29.10. – 31.10.2021) miteinander verbringen durften. Helga und ich hatten das Schlosshotel Neustadt/Glewe mit seinen stilvoll eingerichteten Zimmern ausgewählt, das in unmittelbarer Nähe der Burganlage liegt. In früheren Zeiten wohnten hier die Herzöge mit ihrem Gefolge, wenn es ihnen auf der Burganlage zu „heiß wurde“. Und nun waren wir die Schlossbesitzer. Das Schloss-Restaurant hatte noch immer geschlossen, so dass wir zu unserem Abendmenü ins 3 Minuten entfernten Burgrestaurant wandern mussten, ohne Stöcke!!!
Unsere traditionelle Wanderung führte uns um den Neustädter See (8 Kilometer), wo ich unseren ambitionierten Schwimmern/innen einige interessante Badestellen (auch FKK) zeigen konnte.

Am Nachmittag hatten wir eine Führung durch die Burganlage und das Museum arrangiert, die von einer sehr engagierten „ Burgherrin“ mit vielen amüsanten Erklärungen und Geschichten zu der Entstehung und dem Werdegang der Burganlage bei uns 22 Teilnehmern einen sehr positiven Eindruck hinterließ.
Vielleicht kann das eine oder andere Bild in der Abteilungshomepage einen Einblick auf unsere Wochenendfahrt wiedergeben.
Autoren: Helga und Ingo Balke

Internationaler 100 km Straßenlauf in Grünheide/Störitz am 23.10.2021
und Berlin-Brandenburgische Meisterschaften 2021 im Straßenlauf über 10 km

Als wir, Ingrid, Hartmut, Udo und ich gegen 10:00 Uhr in Grünheide/Störitz zur Teilnahme an den 10 km Berlin-Brandenburgischen Meisterschaften ankamen, hatten Karl Mascher und Paul Müller bei dem Internationalen 100 km Straßenlauf schon 35 km und 3:45 Stunden Laufzeit in den Beinen. (Start war um 06:30 Uhr bei kühlen 6 Grad). Bei einem Schnitt von 6:30 Min./km war das Tempo für Karl schon ok, aber für Paul auf die noch bevorstehenden 65 km doch vielleicht etwas zu schnell. Nach einer kurzen Verpflegungspause nahmen die beiden die 8. der insgesamt 20 Runden in Angriff.
Unsere 3 anderen Meisterschaftsaspiranten über 10 km bereiteten sich langsam auf ihren Lauf vor, bis sie dann um 11:15 Uhr auf die 2 x zu durchlaufende 5 km Runde geschickt wurden.
Ich bin während dieser Zeit als Nordic Walker 1 Runde entgegen der Laufrichtung gewalkt und habe so die Strecke kennengelernt, die die 100 km Läufer 20 x !!! laufen mussten. Für Internationale 100 km Straßenlauf Meisterschaften und für Berlin-Brandenburgische Straßenlauf Meisterschaften über 10 km ist die Strecke nicht wirklich geeignet, zumal in jeder Runde zu 25 % auf Forstwegen zu laufen war. Die vielen Spurrillen und die von Kiefernnadeln und Blättern überdeckten Wurzeln taten den Läufern bestimmt nicht gut und das auch noch 20 x. Hier war höchste Aufmerksamkeit geboten, um nicht aus dem Tritt zu kommen oder gar zu stürzen.
Auf meiner Gegenrunde kamen mir dann unsere Läufer/in entgegen, erst Ingrid und danach Hartmut und Udo gemeinsam. Aber auch Karl und Paul, die mittlerweile 9 Runden = 45 km hinter sich gebracht hatten. Der Marathon war schon einmal geschafft. Schnell ein paar Fotos geschossen und einige nur „wohlgemeinte Aufmunterungssprüche“ hinterhergerufen und schnell wieder zurück zum Starbereich, wo unsere 10 km Läufer/in sich sehr schnell dem Ziel näherten. Hartmut hatte sich von Udo etwas abgesetzt, die vor ihm laufende Ingrid noch überholt und erreichte nach 60:22 Min. das Ziel, danach Ingrid in 61:07 Min. und dann Udo in 62:03 Min.
Bei der anschließenden Siegerehrung dann großer Jubel: Berlin-Brandenburgische Meisterin im Straßenlauf über 10 km in der AK W70 wurde Ingrid Lohan und Berlin-Brandenburgischer Meister über die gleiche Strecke in der AK M80 wurde Udo Oelwein. Hartmut Roloff belegte in der AK M70 den 4. Platz. Nochmals herzlichen Glückwunsch.
Gegen 14:00 Uhr haben wir uns von unseren 100 km Läufern Karl und Paul, die einsam ihre Runden absolvierten, verabschiedet. Zu dieser Zeit waren Karl und Paul (beide 69 Jahre alt) schon 7:30 Stunden unterwegs und hatten bereits 65 Kilometer zurückgelegt. Was für eine Leistung, alle Hochachtung. Mit vielen guten Wünschen und Aufmunterungen haben wir den Super-Läufern nachgeschaut.
Um 21:30 Uhr wurde mir ein Foto mit Karl Mascher auf dem Siegespodest zugespielt und da wusste ich, Karl hat es geschafft. Nach 11:55:51 Std. hatte sich Karl nach harten 100 km die Berlin-Brandenburgische Meisterschaft 2021 in der AK M65 erlaufen. Herzlichen Glückwunsch zu dieser Superleistung.
Um 22:30 Uhr hat Paul uns mitgeteilt, dass er das Rennen nach 9 Stunden und 12 Minuten und gelaufenen 75 Kilometer verlassen musste. Seine Magenprobleme hatten ihn auch in diesem Rennen wieder eingeholt. Ich kann Paul nur immer wieder bewundern, dass er nicht aufsteckt und ,sobald sich die Gelegenheit bietet, wieder versucht einmal die 100 km zu knacken.
Autor: Ingo Balke

Bericht vom Jedermannlauf am 17. Oktober

Nachdem wir unseren Jedermannlauf pandemiebedingt in 2020 absagen mussten, war es auch in diesem Jahr lange Zeit nicht klar, ob und wann unser Lauf stattfinden konnte. Im Vorstand der Leichtathletikabteilung des VfL Tegel waren wir uns aber einig, dass wir unseren Lauf nicht 2 Jahre hintereinander ausfallen lassen wollten. Ziemlich schnell war absehbar, dass wir den ersten Termin am 18. April nicht halten konnten und auch im Juni war uns die Lage noch zu unsicher. So legten wir uns auf den 17. Oktober als neuen Termin fest. Bestärkt wurden wir in unserer Entscheidung, dass in der zweiten Jahreshälfte auch der Berliner AOK Läufercup mit sieben Läufe stattfinden und unser Hauptlauf über 10 km einer davon sein sollte.
Bild: Start 10 km
Gebannt schauten wir auf die Entwicklung der Anmeldungen für die verschiedenen Läufe. Noch zwei Wochen vorher lagen die Teilnehmerzahlen bei etwa 70 bis 80 Läufer/innen, beim Kinderlauf hatte sich zu diesem Zeitpunkt lediglich ein Mädchen angemeldet. Also noch einmal Werbetrommel gerührt und zum Meldeschluss hatten sich fast 200 Läufer/innen und Walker/innen registriert, von denen immerhin 152 auch finishten.
Organisatorisch war im Vergleich zu den früheren Laufveranstaltungen einiges zusätzlich zu beachten. Es musste ein Hygienekonzept erstellt, die Versorgung der Teilnehmer/innen überdacht und die Einhaltung der 3-G-Regel zusätzlich überwacht und kontrolliert werden. Wir entschieden uns schweren Herzens dafür, in diesem Jahr aus hygienischen Gründen auf die traditionellen Schmalz- und Nutellastullen zu verzichten.
Am Veranstaltungstag hatte die Wettkampfleitung optimales Lauf- und Walking-Wetter „bestellt“ und man sah bei den Teilnehmer/innen und Helfer/innen nur in lächelnde Gesichter (soweit man das hinter Mundnasenschutz erkennen konnte). Die Organisation war wieder einmal nahezu perfekt, alles klappte hervorragend und jede/r wusste, was zu tun war. Die Zeitnahme war bei der Firma Ziel-Zeit aus Wandlitz erneut in guten Händen. In diesem Jahr gab es für alle Starter/innen – ebenfalls der Pandemie geschuldet – personalisierte Einwegstartnummern, die man als Erinnerung mit nach Hause nehmen konnte. Danke an Karl für meine schöne Startnummer „1“.
Bild: Start 1,2 km Kinderlauf
Ich selbst musste noch ein paar Punkte für den Berliner AOK Läufercup sammeln und konnte nach mehreren langen Läufen (Halbmarathon, 25km und Marathon) nicht so richtig einschätzen, wie schnell ich auf der „kurzen“ Strecke sein würde. Aber meine Sorgen waren völlig unbegründet, bei meinem Heimrennen konnte ich „gepusht“ von Zuschauern und Streckenposten in der zweiten Runde noch ein paar Konkurrenten überholen und erreichte das Ziel in unter 49 min. Unser Dank gilt der Firma Vetter Color für die Bereitstellung der beiden Mobiltoiletten und der Markierungskreide, einer freundlichen Anwohnerfamilie für die Stromversorgung und der Firma Philipp Dienstleistungen aus Bernau für 250 Meter Elektrokabel für die Zeitnahme. Danke auch an Paul, der uns seinen Pferdeanhänger zum Transport der Materialien zur Verfügung gestellt und auch mehrmals den „Fahrdienst“ gemacht hat.
Und natürlich herzlichen Dank an alle Helferinnen und Helfer, ohne euch könnten wir den Lauf nicht durchführen. Hervorheben möchte ich Ingo und Karl, die sich viele Gedanken um den Lauf gemacht und viel Zeit und Mühe in die Organisation gesteckt haben.
Einzelergebnisse sowie Urkundendruck und viele Fotos der Veranstaltung können über die Buttons "Ergebnisse" und "Bilder" auf dieser Homepage eingesehen werden.
Autor: Holger Stuckwisch

Dank an die ausscheidenden Präsidiumsmitglieder Friedhelm Dresp und Bernd Jerke

Lieber Friedhelm,
im Namen der Leichtathletikabteilung möchte ich mich noch einmal ganz herzlich bei Dir bedanken für Deine gute und engagierte Arbeit als Präsident des VfL Tegel in den letzten 4 ½ Jahren. Gerade die letzten zwei Jahre waren pandemiebedingt nicht einfach, aber Du und Deine Präsidiumskollegen haben den Verein gut durch diese schwierigen Zeiten geführt. Ich fand es sehr angenehm, wie Du mit Deiner ruhigen, aber bestimmten Art die Mitgliederversammlungen und die Sitzungen des erweiterten Präsidiums geleitet hast.
Dir und Deiner Frau alles Liebe und Gute für Deinen „Ruhestand“.

Unser Dank gibt außerdem Bernd Jerke für seine langjährige Arbeit als Hauptsportwart im Präsidium des VfL Tegel. Lieber Bernd, auch für Dich und Jutta alles Gute. Bleibt gesund.

Dem neuen, jetzt wieder vollständigen Präsidium alles Gute und viel Erfolg für die nicht einfache Arbeit.
Für die Leichtathletikabteilung
Holger Stuckwisch

Münster-Marathon – Die Zweite

Warum gerade Münster, werden sich die geneigte Leserin, der geneigte Leser fragen.
Münster, die Fahrradfahrer-, Beamten- und gleichzeitig Studentenstadt, ist mit einer wunderschönen Altstadt, vielen Kirchen und noch mehr Kneipen gesegnet. Außerdem als Krimistadt bekannt, durch Kommissar Thiel und Pathologen Boerne im Tatort der ARD und Antiquar und Privatdetektiv Wilsberg im Samstagabend-Krimi im ZDF. Vor einigen Jahren haben die Leser/innen der Runners World Münster auch noch zur Läuferhauptstadt Deutschlands gewählt.
Alles gut und schön, aber auch in anderen Städten gibt es schöne Marathons. Warum also gerade Münster und das zum zweiten Mal?
Die ersten 38 Jahre meines Lebens habe ich ca. 1 Autostunde von Münster entfernt gelebt. Freunde von mir haben dort studiert und so war ich immer wieder in Münster und habe die Stadt kennen und schätzen gelernt. Und auch meine Läufer“karriere“ habe ich in Münster begonnen und bin in 2002 meine ersten 4 km am Stück (mit kleinen Pausen) um den Aasee in Münster gelaufen, als ich dort zur Fortbildung war. Das war eine Woche, nachdem mein Kollege Mitläufer für die 5 x 5 km Staffel des SCC gesucht hatte und ich mich ohne jede Erfahrung gemeldet hatte. Seitdem habe ich Feuer gefangen und bin bis heute dabei geblieben.
In 2008 bin ich in Münster zum ersten Mal den Marathon gelaufen, meine siebter und gleichzeitig auch mein bester. Die Stimmung beim Start und im Ziel in der Altstadt, aber auch auf der Strecke und in den Vororten Münster war einfach überwältigend und konnte mit dem Berliner Marathon ohne weiteres mithalten, wenn nicht sogar ihn noch toppen.
Ich mach jetzt mal einen kleinen Sprung ins Jahr 2020, genauer in den Juni. Die Corona-Lage hatte sich gerade etwas entspannt und so meldete ich mich optimistisch für den Marathon in Münster im September an. Aber – ihr wisst es – alle großen Laufveranstaltungen wurden nach und nach abgesagt, so auch in Münster. Aber für mich war gleich klar, dass ich mir die Startgebühr nicht erstatten und die Anmeldung fürs nächste Jahr stehen lasse. Und so trainierte ich fleißig meine 50 km pro Woche und hoffte auf den 12. September 2021.
2 Wochen vorher war ich mir sicher, dass der Lauf nicht wieder abgesagt wird (im Gegensatz übrigens zu den größeren Marathons in Düsseldorf und Köln) und so buchte ich Hotelzimmer und Bahnticket. Jetzt konnte es nur noch am Bahnstreik scheitern, aber der war zum Glück eine Woche vorher.
Am Samstag machte ich mich also auf den Weg, alles klappte wunderbar, ich bezog mein Hotelzimmer direkt am Bahnhof und machte mich auf den Weg zur Startnummernausgabe ca. 1 km entfernt vom Hotel in einer Schule. Wie bei allen Laufveranstaltungen inzwischen üblich, wurde mein Impfstatus gecheckt, ich bekam Startnummer und Kleiderbeutel und schlenderte anschließend noch ein wenig durch die schöne Altstadt Münsters.
Am Sonntag sollte der Startschuss dann um 9 Uhr fallen. Nach einem leckeren Frühstück im Hotel machte ich mich auf den Weg zum Start am Schlossplatz. Dort erlebte ich eine Überraschung, als ich erfuhr, dass der gelbe Startblock, in den ich mich einsortieren sollte, für die Läufer/innen mit einer Zielzeit von 3:45 Std. vorgesehen war. Ups, da hatte ich wohl bei meiner Anmeldung im letzten Jahr meine Marathonbestzeit angegeben (in 2008 bei meinem ersten Marathonstart in Münster gelaufen). Ich überlegte kurz, in den Startblock hinter mir zu wechseln, tat es aber dann doch nicht und wollte den Rat von Läufer und Kabarettist Dieter Baumann, der auf der Bühne stand und die Läufer/innen aufzumuntern versuchte, beherzigen: Wenn es mal nicht so gut läuft, einfach etwas langsamer laufen.
Der Start erfolgte in Wellen und die ersten 200m sollten mit Mundnasenschutz absolviert werden. Und so ging es los, die ersten 15 km durch die Altstadt, teilweise über Kopfsteinpflaster, und es kam, wie es kommen musste: Ich lief km-Zeiten zwischen 5:15 und 5:30min, also nicht viel langsamer, als bei den beiden Halbmarathons vom SCC und in Reinickendorf. Dementsprechend waren auch meine Zwischenzeiten: 54:29 Min. bei 10 km und 1:57:32 Std. beim Halbmarathon. Spätestens da war mir klar, dass ich Dieter Baumanns Rat beherzigen musste. Ich wurde langsamer, erst 6:00min-Schnitt, dann noch langsamer. Die 30km lief ich mit 2:53:44 Std. noch unter 3 Std. An jeder Getränkestelle, und die kamen in Münster alle 3 bis 4 km, trank ich in Ruhe Wasser und Cola, unterhielt mich mit anderen Läufern und stecke mein Ziel neu: Ich wollte unter 4:30 Std. ankommen.
Die Stimmung war fast so gut wie beim ersten Mal. Die Musikgruppen an der Strecke gab es pandemiebedingt zwar diesmal nicht, dafür hatte der Veranstalter einige Bühnen aufbauen lassen, von denen aus Stimmung gemacht wurde. Und gerade in den Vororten Münsters waren wieder alle auf den Beinen und feuerten die Läufer/innen an. Neben den offiziellen Verpflegungsständen gab es noch vielen kleine Stände von Privatleuten, die uns liebevoll mit Getränken und Nahrung versorgen. Da mein Vorname auf der Startnummer gut zu erkennen war, wurde ich immer wieder angefeuert: „ Holger, Du schaffst das“ oder „Holger, Du siehst gut aus“.
Auf den letzten km liefern wir am Aasee vorbei und bogen wieder in die Altstadt ein. Das verlieh mir noch einmal einen Schub und ich beschleunigte auf 6min/km. Der Veranstalter hatte traditionell den roten Teppich ausgerollt, was das Laufen auf dem Kopfsteinpflaster etwas angenehmer machte. Und dann tauchte auch schon der Zielbogen auf und ich stoppte meine Zeit bei 04:22:54 Std. Damit war ich sehr zufrieden und freudestrahlend nahm ich Medaille, Finishershirt (ein echtes Finishershirt, das im Preis enthalten war und nur die-/derjenige bekam, die/der auch tatsächlich das Ziel erreichte) und alkoholfreies Weizen entgegen. Das ich wenig später dann verschüttete, als ich auf dem Weg zur Kleiderausgabe an einer kleinen Treppe stolperte und so heftige Wadenkrämpfe bekam, dass ich mich nicht mehr auf den Beinen halten konnte. Zwei nette Münsteraner Staffelläufer brauchten mindestens 5 min, um die Krämpfe aus den Beinen zu bekommen, und versorgten mich noch mit einer Banane, um meinen anscheinend leeren Magnesiumtank wieder aufzufüllen. Auf die Frage der kleinen Tochter des einen, warum ich denn Krämpfe hätte, kam die Antwort: „Na, der Mann ist die ganzen 42 km alleine gelaufen, und nicht wie wir in der Staffel.“
Nach einem Dank an meine Helfer humpelte ich weiter zur Kleiderausgabe und anschließend zum Hotel. Dort gönnte ich mir dann doch noch mein wohlverdientes Weizen.
Fazit: Der Marathon in Münster ist uneingeschränkt zu empfehlen. Tolle Stimmung, perfekte Organisation, was will man mehr? Das war bestimmt nicht mein letzter Marathon in Münster.
Autor: Holger Stuckwisch

Auf zum Heldentrail nach Thüringen am 11.9.

"Leider“ waren die beiden kürzeren Distanzen des Südthüringentrails (Wichteltrail 17,4 km, 559 Höhenmeter und Riesentrail mit 47,5 km und 1932 HM) schon ausgebucht. Also blieb nur die Summe der beiden, der Heldentrail mit 64,9 km und 2491 HM. Bei der Anmeldung war ich noch recht euphorisch, das hat sich aber zum Ende des Laufes doch gegeben.
Höhenprofil
Am 10.9. fuhr ich erst zu meinem Quartier in einer sehr schön gelegenen Bergbaude ca. 3 km vom Start/Ziel in Suhl, anschließend zur Startnummernausgabe/Briefing/Pasta-Essen. Bei der Startnummernausgabe gab es einen Zahlendreher und ich erhielt die Nummer 298 statt 289. Also noch einmal zurück. Man läuft doch nicht gerne unter falschem Namen! Danach wieder zurück zur Bergbaude. Trotz der guten Atmosphäre dort konnte ich schlecht eingeschlafen. Der Heldentrail wirft seinen Schatten voraus.
Um kurz nach 3 Uhr aufgestanden und meine Obst-/Müslischüssel in der üblichen Zusammensetzung gegessen. Im Anschluss dann „trailfein“ gemacht (einschließlich der Wanderschuhe mit gutem Profil – ein Schuh wiegt 615 g!) und zum Startplatz in Suhl. Start ist um 5 Uhr, natürlich mit Stirnlampe. Handy, Trinkflasche und Faltbecher waren Pflicht.
Nach fast 2 km ein Läuferstau, ich dachte schon, die vorgeschriebene Ausrüstung wird kontrolliert. Aber der Weg war nur noch 50 cm breit, also schön langsam hintereinander. Es waren schließlich ca. 300 Läuferinnen und Läufer unterwegs. Im Anschluss hat sich der Stau aufgelöst und jeder konnte sein gewünschtes Tempo laufen oder bei schwierigeren Passagen auch gehen. Die Strecke war sehr gut mit roten Pfeilen, Flatterbändern und Schildern gekennzeichnet – keine Chance sich zu verlaufen.

Der Thüringer Wald ist eine sehr schöne Landschaft, eine kleine Entschädigung für die Strapazen unterwegs. Und die nahmen kein Ende. Teilweise sehr steile Anstiege, nur kraxeln war möglich. Und was ich vorher nicht bedacht hatte, auch Abwärts war sehr herausfordernd, beispielsweise ein Skihang mit 40% Gefälle und nassem Gras. Einige saßen auf dem Po, meine Wanderschuhe haben aber sehr gute Dienste geleistet. Beim 2. VP habe ich meine „größte“ Mahlzeit eingenommen – eine ¼ Scheibe Brot mit Salami. Bei einem anderen VP’s noch 3 Salzstangen und 2 Stückchen Gurken mit Salz – mein übliches Problem der Nahrungsaufnahme.
Beim Klick auf ein Bild erhält man die Original-Datei angezeigt!

Nach sehr strapazenreichen 47,5 km und 1932 Höhen- und Tiefenmetern und 7 Stunden 13 Minuten erreichte ich wieder den Start- und Zielbereich. Bin dann zum Auto gegangen, habe mich umgezogen und kurz verschnauft. Jetzt kam ja „nur“ noch der kleine Wichteltrail mit 17,4 km. Aber auch der hatte es für mich noch mal so richtig in sich. Am 1. VP dieser Strecke habe ich einen Schluck Cola getrunken, aber mein Magen streikte und umgehend kam alles wieder raus. Auch sonst war ich schon ziemlich geschlaucht. Das Limit von 12 Stunden war nach meiner Armbanduhr zu schaffen, deshalb bin ich dann nach dem Motto „das Wandern ist des Müllers Lust“ an vielen Stellen nur noch gegangen. Insgesamt war ich 10:52:38 unterwegs, vorgenommen hatte ich mir eine Zeit unter 10 Stunden, aber was nicht ist, kann ja noch werden. Aber 2 Ziele habe ich erreicht: nicht Erster und nicht Letzter zu werden. Noch eine kleine Schönrechnung für mich: ich war der Viertälteste beim Heldentrail, 49 haben nach dem Riesentrail aufgehört und 8 schon vorher. 23 Starterinnen und Starter kamen nach mir ins Ziel.
Siegerehrung DUV
Ein kleines Trostpflaster habe ich doch noch bekommen: da ich für die DUV (Deutsche Ultramarathon-Vereinigung) bei der Trail-Meisterschaft gemeldet war, konnte ich als 3. der AK65 noch mit aufs Treppchen (waren allerdings auch nur 3 Teilnehmer).
Resümee für mich: es war meine bisher härteste Laufveranstaltung. Nachdem die „Wunden“ geheilt sind, war es aber eine sehr schöne, abwechslungsreiche Laufveranstaltung. Eine Wiederholung ist nicht ausgeschlossen. Es wäre sehr schön, wenn einige vom VfL im nächsten Jahr auch bei ähnlichen Veranstaltungen mitmachen würden.
Beste Gesundheit für alle wünscht euch Paul.

Ehrungsfeier des Bezirks Reinickendorf für die erfolgreichen Sportlerinnen und Sportler der Jahre 2019 und 2020

Ehrungsfeier. Von l.n.r.: Dollase, Lohan, Oelwein, Bröhl, Müller, Balzer
Am 03. September fand die Ehrungsfeier des Bezirks Reinickendorf auf der Sportanlage Scharnweberstraße statt. Da die Feier pandemiebedingt im letzten Jahr ausfiel, wurden die Meisterinnen und Meister der Jahre 2019 und 2020 geehrt.

Aus unserer Abteilung wurden durch Bezirksbürgermeister Frank Balzer und Bezirksstadtrat Tobias Dollase geehrt:

Mit Bronze: Mit Silber: Die Abteilung gratuliert den Meisterinnen und Meistern ganz herzlich. Wir sind stolz auf Euch, weiter so!
Autor: Holger Stuckwisch
Letzte Änderung: 28.11.
SC-TF Herbstwaldlauf
23.11
Schlueser Trödelmarathon
14.11
BBM Crosslauf Ludwigsfelde
Crosslauf RC Tegel
10.11
Bernauer Stundenlauf
04.11
Neue Veranstaltung
31.10
Cross Jahnpark
Airport Night-Run
23.10
Störitzsee BBM 10km/100km
19.10
Jedermannlauf
Saegerserie
10.10
25km Berlin
Burgenlauf Belzig
Benesovsky Marathon
2.10
Volkscross Zehlendorf