VfL Tegel 1891 e.V.
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Bericht vom Jedermannlauf am 17. Oktober 2021

Nachdem wir unseren Jedermannlauf pandemiebedingt in 2020 absagen mussten, war es auch in diesem Jahr lange Zeit nicht klar, ob und wann unser Lauf stattfinden konnte. Im Vorstand der Leichtathletikabteilung des VfL Tegel waren wir uns aber einig, dass wir unseren Lauf nicht 2 Jahre hintereinander ausfallen lassen wollten. Ziemlich schnell war absehbar, dass wir den ersten Termin am 18. April nicht halten konnten und auch im Juni war uns die Lage noch zu unsicher. So legten wir uns auf den 17. Oktober als neuen Termin fest. Bestärkt wurden wir in unserer Entscheidung, dass in der zweiten Jahreshälfte auch der Berliner AOK Läufercup mit sieben Läufe stattfinden und unser Hauptlauf über 10 km einer davon sein sollte.
Bild: Start 10 km
Gebannt schauten wir auf die Entwicklung der Anmeldungen für die verschiedenen Läufe. Noch zwei Wochen vorher lagen die Teilnehmerzahlen bei etwa 70 bis 80 Läufer/innen, beim Kinderlauf hatte sich zu diesem Zeitpunkt lediglich ein Mädchen angemeldet. Also noch einmal Werbetrommel gerührt und zum Meldeschluss hatten sich fast 200 Läufer/innen und Walker/innen registriert, von denen immerhin 152 auch finishten.
Organisatorisch war im Vergleich zu den früheren Laufveranstaltungen einiges zusätzlich zu beachten. Es musste ein Hygienekonzept erstellt, die Versorgung der Teilnehmer/innen überdacht und die Einhaltung der 3-G-Regel zusätzlich überwacht und kontrolliert werden. Wir entschieden uns schweren Herzens dafür, in diesem Jahr aus hygienischen Gründen auf die traditionellen Schmalz- und Nutellastullen zu verzichten.
Am Veranstaltungstag hatte die Wettkampfleitung optimales Lauf- und Walking-Wetter „bestellt“ und man sah bei den Teilnehmer/innen und Helfer/innen nur in lächelnde Gesichter (soweit man das hinter Mundnasenschutz erkennen konnte). Die Organisation war wieder einmal nahezu perfekt, alles klappte hervorragend und jede/r wusste, was zu tun war. Die Zeitnahme war bei der Firma Ziel-Zeit aus Wandlitz erneut in guten Händen. In diesem Jahr gab es für alle Starter/innen – ebenfalls der Pandemie geschuldet – personalisierte Einwegstartnummern, die man als Erinnerung mit nach Hause nehmen konnte. Danke an Karl für meine schöne Startnummer „1“.
Bild: Start 1,2 km Kinderlauf
Ich selbst musste noch ein paar Punkte für den Berliner AOK Läufercup sammeln und konnte nach mehreren langen Läufen (Halbmarathon, 25km und Marathon) nicht so richtig einschätzen, wie schnell ich auf der „kurzen“ Strecke sein würde. Aber meine Sorgen waren völlig unbegründet, bei meinem Heimrennen konnte ich „gepusht“ von Zuschauern und Streckenposten in der zweiten Runde noch ein paar Konkurrenten überholen und erreichte das Ziel in unter 49 min. Unser Dank gilt der Firma Vetter Color für die Bereitstellung der beiden Mobiltoiletten und der Markierungskreide, einer freundlichen Anwohnerfamilie für die Stromversorgung und der Firma Philipp Dienstleistungen aus Bernau für 250 Meter Elektrokabel für die Zeitnahme. Danke auch an Paul, der uns seinen Pferdeanhänger zum Transport der Materialien zur Verfügung gestellt und auch mehrmals den „Fahrdienst“ gemacht hat.
Und natürlich herzlichen Dank an alle Helferinnen und Helfer, ohne euch könnten wir den Lauf nicht durchführen. Hervorheben möchte ich Ingo und Karl, die sich viele Gedanken um den Lauf gemacht und viel Zeit und Mühe in die Organisation gesteckt haben.
Einzelergebnisse sowie Urkundendruck und viele Fotos der Veranstaltung können über die Buttons "Ergebnisse" und "Bilder" auf dieser Homepage eingesehen werden.
Autor: Holger Stuckwisch

Dank an die ausscheidenden Präsidiumsmitglieder Friedhelm Dresp und Bernd Jerke

Lieber Friedhelm,
im Namen der Leichtathletikabteilung möchte ich mich noch einmal ganz herzlich bei Dir bedanken für Deine gute und engagierte Arbeit als Präsident des VfL Tegel in den letzten 4 ½ Jahren. Gerade die letzten zwei Jahre waren pandemiebedingt nicht einfach, aber Du und Deine Präsidiumskollegen haben den Verein gut durch diese schwierigen Zeiten geführt. Ich fand es sehr angenehm, wie Du mit Deiner ruhigen, aber bestimmten Art die Mitgliederversammlungen und die Sitzungen des erweiterten Präsidiums geleitet hast.
Dir und Deiner Frau alles Liebe und Gute für Deinen „Ruhestand“.

Unser Dank gibt außerdem Bernd Jerke für seine langjährige Arbeit als Hauptsportwart im Präsidium des VfL Tegel. Lieber Bernd, auch für Dich und Jutta alles Gute. Bleibt gesund.

Dem neuen, jetzt wieder vollständigen Präsidium alles Gute und viel Erfolg für die nicht einfache Arbeit.
Für die Leichtathletikabteilung
Holger Stuckwisch

Münster-Marathon – Die Zweite

Warum gerade Münster, werden sich die geneigte Leserin, der geneigte Leser fragen.
Münster, die Fahrradfahrer-, Beamten- und gleichzeitig Studentenstadt, ist mit einer wunderschönen Altstadt, vielen Kirchen und noch mehr Kneipen gesegnet. Außerdem als Krimistadt bekannt, durch Kommissar Thiel und Pathologen Boerne im Tatort der ARD und Antiquar und Privatdetektiv Wilsberg im Samstagabend-Krimi im ZDF. Vor einigen Jahren haben die Leser/innen der Runners World Münster auch noch zur Läuferhauptstadt Deutschlands gewählt.
Alles gut und schön, aber auch in anderen Städten gibt es schöne Marathons. Warum also gerade Münster und das zum zweiten Mal?
Die ersten 38 Jahre meines Lebens habe ich ca. 1 Autostunde von Münster entfernt gelebt. Freunde von mir haben dort studiert und so war ich immer wieder in Münster und habe die Stadt kennen und schätzen gelernt. Und auch meine Läufer“karriere“ habe ich in Münster begonnen und bin in 2002 meine ersten 4 km am Stück (mit kleinen Pausen) um den Aasee in Münster gelaufen, als ich dort zur Fortbildung war. Das war eine Woche, nachdem mein Kollege Mitläufer für die 5 x 5 km Staffel des SCC gesucht hatte und ich mich ohne jede Erfahrung gemeldet hatte. Seitdem habe ich Feuer gefangen und bin bis heute dabei geblieben.
In 2008 bin ich in Münster zum ersten Mal den Marathon gelaufen, meine siebter und gleichzeitig auch mein bester. Die Stimmung beim Start und im Ziel in der Altstadt, aber auch auf der Strecke und in den Vororten Münster war einfach überwältigend und konnte mit dem Berliner Marathon ohne weiteres mithalten, wenn nicht sogar ihn noch toppen.
Ich mach jetzt mal einen kleinen Sprung ins Jahr 2020, genauer in den Juni. Die Corona-Lage hatte sich gerade etwas entspannt und so meldete ich mich optimistisch für den Marathon in Münster im September an. Aber – ihr wisst es – alle großen Laufveranstaltungen wurden nach und nach abgesagt, so auch in Münster. Aber für mich war gleich klar, dass ich mir die Startgebühr nicht erstatten und die Anmeldung fürs nächste Jahr stehen lasse. Und so trainierte ich fleißig meine 50 km pro Woche und hoffte auf den 12. September 2021.
2 Wochen vorher war ich mir sicher, dass der Lauf nicht wieder abgesagt wird (im Gegensatz übrigens zu den größeren Marathons in Düsseldorf und Köln) und so buchte ich Hotelzimmer und Bahnticket. Jetzt konnte es nur noch am Bahnstreik scheitern, aber der war zum Glück eine Woche vorher.
Am Samstag machte ich mich also auf den Weg, alles klappte wunderbar, ich bezog mein Hotelzimmer direkt am Bahnhof und machte mich auf den Weg zur Startnummernausgabe ca. 1 km entfernt vom Hotel in einer Schule. Wie bei allen Laufveranstaltungen inzwischen üblich, wurde mein Impfstatus gecheckt, ich bekam Startnummer und Kleiderbeutel und schlenderte anschließend noch ein wenig durch die schöne Altstadt Münsters.
Am Sonntag sollte der Startschuss dann um 9 Uhr fallen. Nach einem leckeren Frühstück im Hotel machte ich mich auf den Weg zum Start am Schlossplatz. Dort erlebte ich eine Überraschung, als ich erfuhr, dass der gelbe Startblock, in den ich mich einsortieren sollte, für die Läufer/innen mit einer Zielzeit von 3:45 Std. vorgesehen war. Ups, da hatte ich wohl bei meiner Anmeldung im letzten Jahr meine Marathonbestzeit angegeben (in 2008 bei meinem ersten Marathonstart in Münster gelaufen). Ich überlegte kurz, in den Startblock hinter mir zu wechseln, tat es aber dann doch nicht und wollte den Rat von Läufer und Kabarettist Dieter Baumann, der auf der Bühne stand und die Läufer/innen aufzumuntern versuchte, beherzigen: Wenn es mal nicht so gut läuft, einfach etwas langsamer laufen.
Der Start erfolgte in Wellen und die ersten 200m sollten mit Mundnasenschutz absolviert werden. Und so ging es los, die ersten 15 km durch die Altstadt, teilweise über Kopfsteinpflaster, und es kam, wie es kommen musste: Ich lief km-Zeiten zwischen 5:15 und 5:30min, also nicht viel langsamer, als bei den beiden Halbmarathons vom SCC und in Reinickendorf. Dementsprechend waren auch meine Zwischenzeiten: 54:29 Min. bei 10 km und 1:57:32 Std. beim Halbmarathon. Spätestens da war mir klar, dass ich Dieter Baumanns Rat beherzigen musste. Ich wurde langsamer, erst 6:00min-Schnitt, dann noch langsamer. Die 30km lief ich mit 2:53:44 Std. noch unter 3 Std. An jeder Getränkestelle, und die kamen in Münster alle 3 bis 4 km, trank ich in Ruhe Wasser und Cola, unterhielt mich mit anderen Läufern und stecke mein Ziel neu: Ich wollte unter 4:30 Std. ankommen.
Die Stimmung war fast so gut wie beim ersten Mal. Die Musikgruppen an der Strecke gab es pandemiebedingt zwar diesmal nicht, dafür hatte der Veranstalter einige Bühnen aufbauen lassen, von denen aus Stimmung gemacht wurde. Und gerade in den Vororten Münsters waren wieder alle auf den Beinen und feuerten die Läufer/innen an. Neben den offiziellen Verpflegungsständen gab es noch vielen kleine Stände von Privatleuten, die uns liebevoll mit Getränken und Nahrung versorgen. Da mein Vorname auf der Startnummer gut zu erkennen war, wurde ich immer wieder angefeuert: „ Holger, Du schaffst das“ oder „Holger, Du siehst gut aus“.
Auf den letzten km liefern wir am Aasee vorbei und bogen wieder in die Altstadt ein. Das verlieh mir noch einmal einen Schub und ich beschleunigte auf 6min/km. Der Veranstalter hatte traditionell den roten Teppich ausgerollt, was das Laufen auf dem Kopfsteinpflaster etwas angenehmer machte. Und dann tauchte auch schon der Zielbogen auf und ich stoppte meine Zeit bei 04:22:54 Std. Damit war ich sehr zufrieden und freudestrahlend nahm ich Medaille, Finishershirt (ein echtes Finishershirt, das im Preis enthalten war und nur die-/derjenige bekam, die/der auch tatsächlich das Ziel erreichte) und alkoholfreies Weizen entgegen. Das ich wenig später dann verschüttete, als ich auf dem Weg zur Kleiderausgabe an einer kleinen Treppe stolperte und so heftige Wadenkrämpfe bekam, dass ich mich nicht mehr auf den Beinen halten konnte. Zwei nette Münsteraner Staffelläufer brauchten mindestens 5 min, um die Krämpfe aus den Beinen zu bekommen, und versorgten mich noch mit einer Banane, um meinen anscheinend leeren Magnesiumtank wieder aufzufüllen. Auf die Frage der kleinen Tochter des einen, warum ich denn Krämpfe hätte, kam die Antwort: „Na, der Mann ist die ganzen 42 km alleine gelaufen, und nicht wie wir in der Staffel.“
Nach einem Dank an meine Helfer humpelte ich weiter zur Kleiderausgabe und anschließend zum Hotel. Dort gönnte ich mir dann doch noch mein wohlverdientes Weizen.
Fazit: Der Marathon in Münster ist uneingeschränkt zu empfehlen. Tolle Stimmung, perfekte Organisation, was will man mehr? Das war bestimmt nicht mein letzter Marathon in Münster.
Autor: Holger Stuckwisch

Auf zum Heldentrail nach Thüringen am 11.9.2021

"Leider“ waren die beiden kürzeren Distanzen des Südthüringentrails (Wichteltrail 17,4 km, 559 Höhenmeter und Riesentrail mit 47,5 km und 1932 HM) schon ausgebucht. Also blieb nur die Summe der beiden, der Heldentrail mit 64,9 km und 2491 HM. Bei der Anmeldung war ich noch recht euphorisch, das hat sich aber zum Ende des Laufes doch gegeben.
Höhenprofil
Am 10.9. fuhr ich erst zu meinem Quartier in einer sehr schön gelegenen Bergbaude ca. 3 km vom Start/Ziel in Suhl, anschließend zur Startnummernausgabe/Briefing/Pasta-Essen. Bei der Startnummernausgabe gab es einen Zahlendreher und ich erhielt die Nummer 298 statt 289. Also noch einmal zurück. Man läuft doch nicht gerne unter falschem Namen! Danach wieder zurück zur Bergbaude. Trotz der guten Atmosphäre dort konnte ich schlecht eingeschlafen. Der Heldentrail wirft seinen Schatten voraus.
Um kurz nach 3 Uhr aufgestanden und meine Obst-/Müslischüssel in der üblichen Zusammensetzung gegessen. Im Anschluss dann „trailfein“ gemacht (einschließlich der Wanderschuhe mit gutem Profil – ein Schuh wiegt 615 g!) und zum Startplatz in Suhl. Start ist um 5 Uhr, natürlich mit Stirnlampe. Handy, Trinkflasche und Faltbecher waren Pflicht.
Nach fast 2 km ein Läuferstau, ich dachte schon, die vorgeschriebene Ausrüstung wird kontrolliert. Aber der Weg war nur noch 50 cm breit, also schön langsam hintereinander. Es waren schließlich ca. 300 Läuferinnen und Läufer unterwegs. Im Anschluss hat sich der Stau aufgelöst und jeder konnte sein gewünschtes Tempo laufen oder bei schwierigeren Passagen auch gehen. Die Strecke war sehr gut mit roten Pfeilen, Flatterbändern und Schildern gekennzeichnet – keine Chance sich zu verlaufen.

Der Thüringer Wald ist eine sehr schöne Landschaft, eine kleine Entschädigung für die Strapazen unterwegs. Und die nahmen kein Ende. Teilweise sehr steile Anstiege, nur kraxeln war möglich. Und was ich vorher nicht bedacht hatte, auch Abwärts war sehr herausfordernd, beispielsweise ein Skihang mit 40% Gefälle und nassem Gras. Einige saßen auf dem Po, meine Wanderschuhe haben aber sehr gute Dienste geleistet. Beim 2. VP habe ich meine „größte“ Mahlzeit eingenommen – eine ¼ Scheibe Brot mit Salami. Bei einem anderen VP’s noch 3 Salzstangen und 2 Stückchen Gurken mit Salz – mein übliches Problem der Nahrungsaufnahme.
Beim Klick auf ein Bild erhält man die Original-Datei angezeigt!

Nach sehr strapazenreichen 47,5 km und 1932 Höhen- und Tiefenmetern und 7 Stunden 13 Minuten erreichte ich wieder den Start- und Zielbereich. Bin dann zum Auto gegangen, habe mich umgezogen und kurz verschnauft. Jetzt kam ja „nur“ noch der kleine Wichteltrail mit 17,4 km. Aber auch der hatte es für mich noch mal so richtig in sich. Am 1. VP dieser Strecke habe ich einen Schluck Cola getrunken, aber mein Magen streikte und umgehend kam alles wieder raus. Auch sonst war ich schon ziemlich geschlaucht. Das Limit von 12 Stunden war nach meiner Armbanduhr zu schaffen, deshalb bin ich dann nach dem Motto „das Wandern ist des Müllers Lust“ an vielen Stellen nur noch gegangen. Insgesamt war ich 10:52:38 unterwegs, vorgenommen hatte ich mir eine Zeit unter 10 Stunden, aber was nicht ist, kann ja noch werden. Aber 2 Ziele habe ich erreicht: nicht Erster und nicht Letzter zu werden. Noch eine kleine Schönrechnung für mich: ich war der Viertälteste beim Heldentrail, 49 haben nach dem Riesentrail aufgehört und 8 schon vorher. 23 Starterinnen und Starter kamen nach mir ins Ziel.
Siegerehrung DUV
Ein kleines Trostpflaster habe ich doch noch bekommen: da ich für die DUV (Deutsche Ultramarathon-Vereinigung) bei der Trail-Meisterschaft gemeldet war, konnte ich als 3. der AK65 noch mit aufs Treppchen (waren allerdings auch nur 3 Teilnehmer).
Resümee für mich: es war meine bisher härteste Laufveranstaltung. Nachdem die „Wunden“ geheilt sind, war es aber eine sehr schöne, abwechslungsreiche Laufveranstaltung. Eine Wiederholung ist nicht ausgeschlossen. Es wäre sehr schön, wenn einige vom VfL im nächsten Jahr auch bei ähnlichen Veranstaltungen mitmachen würden.
Beste Gesundheit für alle wünscht euch Paul.

Ehrungsfeier des Bezirks Reinickendorf für die erfolgreichen Sportlerinnen und Sportler der Jahre 2019 und 2020

Ehrungsfeier. Von l.n.r.: Dollase, Lohan, Oelwein, Bröhl, Müller, Balzer
Am 03. September fand die Ehrungsfeier des Bezirks Reinickendorf auf der Sportanlage Scharnweberstraße statt. Da die Feier pandemiebedingt im letzten Jahr ausfiel, wurden die Meisterinnen und Meister der Jahre 2019 und 2020 geehrt.

Aus unserer Abteilung wurden durch Bezirksbürgermeister Frank Balzer und Bezirksstadtrat Tobias Dollase geehrt:

Mit Bronze: Mit Silber: Die Abteilung gratuliert den Meisterinnen und Meistern ganz herzlich. Wir sind stolz auf Euch, weiter so!
Autor: Holger Stuckwisch

16. Lausitzer Seenland Großräschen

Eine ganz außergewöhnliche Veranstaltung, die der Veranstalter Lausitzer Sportevents auf die Beine gestellt hatte. Außergewöhnlich deshalb, weil in den 3 Tagen vom 9. bis zum 11. Juli 1279 Teilnehmer/innen bei 30 verschiedenen Disziplinen mitmachten: Radfahren zwischen 1,5 und 201 km, Inlineskaten von 10 km bis 73 km, Run & Bike von 10 km bis Marathon, Laufen von 2 km bis Marathon und Walken bzw. Nordic Walken von 5 km bis Halbmarathon.

Mich zog es natürlich zum Marathonlauf, der am Sonntag bereits um 7 Uhr früh startete und zwei mal auf leicht veränderten Runden um den in den letzten Jahren aufgestauten Großräschener See führte. Dieser See entstand - wie viele andere in der Lausitzer Region - durch die Flutung von ausgebaggerten Braunkohle-Tagebauen.
Laufstrecke südlich von Großräschen
Es scheint jetzt zum Standard zu gehören, dass Läufe in der Sommerzeit mit sehr hohen Temperaturen "verschönert" werden. Bereits am Morgen zeigte das Thermometer 19 Grad und um die Mittagszeit erfreuten uns 27 Grad Celsius. Ziemlich läuferunfreundich! Durch eine Panne mit zwei Verpflegungsteams gab es erst beim 13. Kilometer Wasser. Anschießend war es besser organisiert und alle 3-4 km wurden wir verpflegt. Leider gab es keine Bananen, mein üblicher "Brennstoff" bei einem Marathonlauf. Aber ich habe trotzdem alles gut überstanden. Im Vorfeld hatte ich mir eine Kilometerzeit von 5 Minuten und 30 Sekunden vorgenommen und das auch sehr diszipliniert vom 1. Kilometer an bis zum Schluss ganz stur eingehalten - ganz egal ob es (wie meist) bretteben war oder die eingebauten Sandhügel (Höhenunterschiede 2x65 m und 2x30 m) den Puls zu höchsten Höhen brachten.

Mein Lohn für die Schinderei: 3:54:06, 20. Gesamtplatz von 43 Männern und 16 Frauen, aber leider nur 2. meiner Altersklasse M65.
P.S.: 3 Wochen nach dem Lauf bekam ich per DHL ein Paket - und war über den Inhalt sehr überrascht. Eine schöne Urkunde und ein Pokal wurde mir zugesandt. Ich war sehr erfreut!
Autor: Karl Mascher

Wiederaufnahme Training der NordicWalker/innen und Läufer/innen

Liebe Aktive,

ab heute, 15.06.2021, dürfen wir uns wieder zum Lauf- und Nordic-Walking-Training in Gruppen ohne Zahlenbeschränkung treffen.

Es gilt die Dritte SARS-CoV-2-Infektionsschutzverordnung mit den Änderungen vom 15. Juni 2021:
Abschnitt 6 Sport und Freizeit:
§ 30 Allgemeine Sportausübung
(Abschnitt 1) Der Sport im Freien ist auch bei Unterschreitung des Mindestabstands nach § 1 Absatz 2 erlaubt.


Ich freue mich, dass das Training ab sofort wieder stattfinden kann.
Fragen gerne an mich.
Herzliche Grüße und bleibt gesund
Autor: Holger Stuckwisch

Geburtstagsfeier auf dem Ehrenpfortenberg

Die Donnerstags-Gruppe der früheren Läuferinnen (und jetzt Walkerinnen) Annemarie, Dagmar, Hiltrud und Sigrid feierten auf dem Ehrenpfortenberg, dem mit 69 m höchsten "Berg" im Tegeler Forst den 80. Geburtstag von Sigrid mit einem kräftigen Schluck eines euphorisierenden Getränks.
Beim Klick auf ein Bild erhält man die Original-Datei angezeigt!

Autor: Karl Mascher

Mein 250.

Nicht was ihr denkt – mein Geburtstag. Da habe ich „erst“ 27,4% davon erreicht. In der Tat geht es hier um meinen 250. Marathon in meinem Läuferleben. Genauer gesagt sind es 194 „echte“ Marathonläufe plus 56 Ultras, also Läufe länger als die 42,2 km bis zu 24-Stunden-Läufen und ein (vereinzelter) 29-Stunden-Lauf.

Meinen allerersten Marathon lief ich – durch Annemarie getrieben – 1985, das war der 12. Berlin-Marathon. Nach 3:23:13 schleppte ich mich ins Ziel und schwor: NIE WIEDER! Aber wie es so ist bei Schwüren – kann man einfach brechen.

Karl und Paul vor dem Start
Heute, am 8. Mai 2021 – mitten in der Corona-Pandemie mit seinen extremen Beschränkungen – standen Jana Bieler als Veranstalterin sowie 4 Männer am Startpunkt Oranienburger Straße am Eingang des Wander-/Fahrradweges im Fließtal bereit, den Tegeler Fließ Marathon zu bewältigen sowie 2 weitere Läuferinnen und 2 Läufer für die Halbmarathondistanz. Wir durften höchstens zu zweit nebeneinander laufen, für Getränke und Verpflegung hatte jede/r selbst zu sorgen. Auch die Zeitmessung wurde vertrauensvoll den Teilnehmern selbst überlassen und am Ende der Veranstaltung musste man seine Laufleistung durch eine GPX-Datei (aus der eigenen Stoppuhr oder dem mitgeführten Smartphone) an Jana melden, die dann daraus die Ergebnisliste bastelte. Von Jana bzw. ihrem Mann Micha, der mehr als 5 Stunden am Startpunkt ausharrte, erhielt auch jeder eine liebevoll gebastelte Medaille.

Auch diesmal war Paul wieder dabei und wir starteten gemeinsam um 7:35 Uhr. Nach dem „Schweinewetter“ vom Vortag war endlich der Frühling eingezogen, zwar anfänglich sehr frisch bei 5 Grad (Plus!), aber die Sonne wärmte wundervoll und das frisch ergrünte Fließtal verführte zu zügigem Lauftempo. Am Anfang der Lauftrecke lag die 2,2 km lange Pendelstrecke, an die sich dann die eigentliche Fließtalrunde mit 6,5 km Länge anschloss und schließlich ging es wieder die Pendelstrecke zurück zum Start. Das Ganze war dann 4x zu laufen, macht nach Adam Riese in Summe 43,4 km.

Der normalerweise tiefe Sand in Lübars im Bereich der Pferdegatter war durch den Regen nicht mehr so anstrengend zu laufen, zwang aber durch die noch stehen gebliebenen Pfützen und Schlammlöcher zu vielem Hackenschlagen. Der Rückweg auf der nördlichen Seite des Fließtales führte zum Teil auf dem Berliner Mauerweg und war wieder gut zu laufen. Gleich auf der ersten Runde zog Paul unaufhaltsam davon und konnte seinen Vorsprung auf vier Minuten ausbauen. Da ich erst vor sechs Wochen eine Fußoperation überstehen musste –leider ohne die erwarteten Verbesserungen – quälte mich mein linker Vorfuß ab der Halbmarathonstrecke sehr und aus einem runden Laufstil wurde ein einseitiges „Gehumple“. Ich hoffe, es wird irgendwann wieder besser.

Unterwegs begegneten wir aus unserer Abteilung Hartmut und später sogar Heinrich, der mich in seinem Clown-Kostüm als „Onkel Pelle“ auf der kompletten letzten Runde begleitet. Da war ich schon einigermaßen irritiert. Die Aufklärung folgte dann am Ende der letzten Runde: ein grandioser Empfang mit Luftballons (ein Meter hoch, „250“ darstellend), Hartmut, Heinrich, Ingo und Paul als Empfangskomitee, weitere Läufer, Photosession. Nun wusste ich auch, warum Paul unbedingt vor mir im Ziel sein wollte – seine Zeit war 4:02:30. Ich musste mit 4:06:28 zufrieden sein.

Autor: Karl Mascher
Hier auf youtube gibt es einen kurzen Film des Laufes

7. Berliner Ostermarathon am 3. April

Bei wunderbarem sonnigen Frühlingswetter war Paul Müller für den VfL Tegel der einzige Teilnehmer. Mit einer sehr guten Zeit von 4:02:32 belegte er einen hervorragenden 9. Platz unter 34 Teilnehmern im Ziel.

Die Laufstrecke gehört zu den schönsten Marathonstrecken Berlins und führt von Saatwinkel (Start und Ziel) am Berlin-Spandauer Schifffahrtskanal zur Havel, am Ostufer nach Norden, vorbei am Wasserwerk Tegel, Greenwichpromenade, über die Sechserbrücke zur Malche, an der hohen Schutzmauer der Hochschule des Bundes für öffentliche Verwaltung entlang, weiter zum (demnächst?) neu eröffneten Strandbad Tegel, um die Südspitze von Tegelort herum über Konradshöhe nach Alt Heiligensee. Am Ende der Hennigsdorfer Straße verließ die Laufstecke Berlin und wechselte ins Bundesland Brandenburg, in Hennigsdorf am Industriegelände hinter den vielen Hallen von Bombardier vorbei, jetzt am Ostufer der Havel nach Niederneuendorf, zum vor vielen Jahren gesprengten Kraftwerk Oberhavel, kurze Schleife um den Aalemannkanal herum zur Wasserstadt Spandau, hier einige Haken schlagend unter den neuen großzügigen Brücken hindurch, schließlich über die (schon historischen) Brücken zur Insel Eiswerder. Nun war man wieder auf der Westseite der Havel, vorbei an den vielen Wohnungs-Neubauten entlang der Daumstraße und zuletzt auf der eleganten Fußgängerbrücke des Saatwinkler Steges zurück nach Saatwinkel und zum Ziel.
Paul bei km 19
Paul bei km 19
mit Kamillentee und Keks
Laufstrecke
Autor: Karl Mascher

Marathon am "Internationalen Pi-(π)-Tag"

Der π-Pi-Tag (englisch Pi Day) ist ein zu Ehren der Kreiszahl Pi von seinen Anhängern gefeierter Tag. Er findet am 14. März jedes Jahres statt und geht auf die US-amerikanische Datumsschreibweise 3/14 zurück. Die ersten drei Ziffern von π sind: 3,14. Zur Verbreitung des Gedenktages trägt auch bei, dass zufällig der 14. März auch der Geburtstag Albert Einsteins und (seit 2018) der Todestag Stephen Hawkings ist.

Zur Erinnerung: hier die ersten 30 Nachkomma-Stellen von π: 3.14159265358979323846264338327.
Laufstrecke
Das alles ist Grund genug, in Berlin an diesem Tag einen Marathonlauf zu veranstalten, bei dem ganze 14 Teilnehmmer/innen gemeldet waren. Dieser Lauf fand auf "heimatlicher" Strecke statt, auf der wir mit unserer Laufgruppe vom VfL Tegel schon mehrmals trainiert hatten. Wie bei allen bisherigen Läufen unter Coronabedingungen waren wir auch hier wieder Läufer, Streckenposten, Zeitnehmer und Sanitäter in einer Person.

Start und Ziel war am U-Bahnhof Hozhauser Straße bzw. Bernhard-Lichtenberg-Platz, die Streckenlänge betrug 14,8 km, die wir 3-mal, jeweils mit Richtungsänderung bewältigen mussten. Vom VfL Tegel liefen auf altbewährte Weise meist in Sichtweite Paul Müller und Karl Mascher, an einer neuralgischen Stelle von Beatrix und Thomas Bolm applaudierend angespornt. Daraufhin lief es gleich wieder besser!

3 mal die Runde zu bewältigen, fanden wir schon sehr zäh, über Bernauer Straße, Neheimer Straße, dann zur Havel, am östlichen Ufer bis nach Saatwinkel, am Berlin-Spandauer-Schifffahrtskanal entlang zur Mäckeritzbrücke, hier den Kanal querend und weiter zum Schutzzaun des verwaisten Flughafens, ihm folgend im Uhrzeigersinn bis zum Flughafensee, dort eine kleine Extraschleife und weiter der hohen Mauer (auf der richtigen Seite!) der Justizvollzugsanstalt Tegel folgend zum Parkplatz am Lichtenbergplatz. Kurze Verpflegungszufuhr aus dem Auto, denn die 2. bzw. 3. Runde in wechselnder Richtung.

Am Ende zeigte die GPS-Uhr eine Streckenlänge von genau 44,44 km und bei Karl eine Zeit von 4:15:30, bei Paul 4:21:37. Für die "Über-"-Marathondistanz gar nicht schlecht!
Autor: Karl Mascher

Eisbär-Marathon

Warum Eisbär-Marathon? Ganz einfach: am Veranstaltungstag, dem 27. Februar, war der Internationale Tag der Eisbären. Allerdings konnten wir – Paul Müller und ich – Karl Mascher – von diesem Exemplar nur Null Stück auf unserer Laufstrecke entdecken. Hätte mich auch gewundert, denn unser „Laufrevier“ war der südliche Abschnitt des Teltow-Kanals zwischen Wannsee und Steglitz. Der Veranstalter der Laufserie „Berlin erkunden mit Marathons“ Fabian Benz hat ein Faible für ausgefallene Bezeichnungen seiner Läufe. Diese finden in Zeiten der Corona-Beschränkungen in einer extremen Sparversion statt. In der Ausschreibung steht: jeder Teilnehmer bringt Getränke und Essen selbst mit, misst seine Bruttozeit selbst, läuft nur alleine oder maximal mit einem weiteren Teilnehmer, eine Streckenmarkierung gibt es nicht und auch keine Ver-pflegung unterwegs. Gestartet wird innerhalb eines 30-Minuten-Fensters und nach Beendigung des Rennens sendet jeder Teilnehmer einen aussagekräftigen Nachweis mit Angabe der gelaufenen Distanz, verstrichenen Zeit und gelaufener Strecke (als gpx-Datei) per Mail an den Veranstalter. Der erstellt dann daraus die Ergebnisliste. Die Anzahl der Teilnehmer ist streng begrenzt auf 10-15 Teilnehmer (definiert durch die Anzahl der vorgefertigten Medaillen).

Für mich war es ein Lauf der vielen Pannen. Der vorbereitete Trinkrucksack mit 1,5 Liter Magnesium-Brause und dazu gepackten Energieriegeln ruhte einsam zu Hause, was mir aber erst am Startplatz in Teltow auffiel. Superschreck! Zum Glück hatte mein Laufpartner Paul noch eine 0,5-Liter-Wasserflasche extra in seinem Gepäck, die ich von ihm erhielt, leider nur mit „nacktem“ Berliner Wasser gefüllt. Zwei halbreife Bananen hatte ich zum Glück im Kofferraum entdeckt, die dann in Pauls Laufrucksack verstaut wurden.
Laufstrecke
Wir starteten um 8:22 Uhr am nördlichen Ufer des Teltowkanals an der Stelle, wo die Knesebeckbrücke Berlin mit Teltow verbindet. Der leidlich asphaltierte Radweg in Richtung Osten bog nach 1,5 km ab und wir umliefen eine ehemalige Schiffswerft und die große Anlage der Seniorenresidenz Augustinum in Klein-Machnow. Wieder am Kanal machten wir die erste Extraschleife, denn die superschmale Laufspur im hohen Gras war kaum zu erkennen. Das sollte uns später noch öfter passieren. Die Rammrathbrücke war wegen des Neubaus für Fahrzeuge gesperrt und deshalb irrten wir zuerst etwas unsicher herum, bis wir die weitere Wegführung auf einem schmalen Trampelpfad am Kanalufer entdeckten. Der Schifffahrtsweg durchquerte nun den Machnower See, wir liefen weiter am Ufer entlang. Die technischen Anlagen der Machnower Schleuse führten uns kurzzeitig etwas weiter vom Kanal weg. Knapp vor der Unterquerung der A115 zwang mich eine Baumwurzel zu einer Flugeinlage, die ich später sogar in der gpx-Datei auf meiner Laufuhr dokumentiert fand: es fehlte der Bodenkontakt! Instinktiv riss ich meinen rechten Arm in die Höhe, um ja nicht meine sehr bruchempfindliche Mini-Wasserflasche zu zerstören, was auch gelang.
Weiter geht der vollständige Bericht unter dem Link.
Autor: Karl Mascher
Letzte Änderung: 19.10.
Jedermannlauf
Saegerserie
10.10
25km Berlin
Burgenlauf Belzig
Benesovsky Marathon
2.10
Volkscross Zehlendorf
29.09
Danksagung
26.09
Berlinmarathon
25.09
Bericht vom Heldentrail
12.09
Rehberge
Münster-Marathon
Südthüringen-Heldentrail
03.09
Ehrungsfeier BA Reinickendorf
29.08
Reinickendorfer Halbmarathon